{"id":58,"date":"2015-11-18T08:39:03","date_gmt":"2015-11-18T08:39:03","guid":{"rendered":"http:\/\/offene-hilfen-koblenz.de\/?page_id=58"},"modified":"2023-11-27T19:14:38","modified_gmt":"2023-11-27T19:14:38","slug":"konzeption","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/offene-hilfen-koblenz.de\/?page_id=58","title":{"rendered":"Konzeption"},"content":{"rendered":"<h1><\/h1>\n<h1><\/h1>\n<h1>Sozialpsychiatrische\/-p\u00e4dagogische Fachpraxis<\/h1>\n<h1>Offene Hilfen Koblenz<\/h1>\n<h1>Ambulante Psychosoziale Hilfen f\u00fcr Menschen<\/h1>\n<h1><\/h1>\n<h1>\u2013 mit einer seelischen Behinderung \/ psychischen Erkrankung<\/h1>\n<h1>\u2013\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 mit einer Doppeldiagnose<\/h1>\n<h1>\u2013\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 mit einer Suchterkrankung<\/h1>\n<h1><\/h1>\n<h1>Tr\u00e4ger:<\/h1>\n<h1>Martin Bues<\/h1>\n<p><strong>Sebastianistr. 33<\/strong><\/p>\n<p><strong>56076 Koblenz<\/strong><\/p>\n<p><strong>Tel: 0261 \u2013 2073951<\/strong><\/p>\n<p><strong>Mobil: 0175 \u2013 4680630<\/strong><\/p>\n<p><strong>Fax: 0261 \u2013 2073952<\/strong><\/p>\n<p><strong>E-Mail: martin.bues@sozialpsychiatrische-fachpraxis.de<\/strong><\/p>\n<p>Zur besseren Lesbarkeit haben wir darauf verzichtet, immer die weibliche und m\u00e4nnliche Form gleichzeitig zu verwenden. Alle Aussagen gelten gleicherma\u00dfen f\u00fcr alle Geschlechter.<\/p>\n<ol>\n<li><strong>Vorbemerkung<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p>Jeder Mensch kann in eine psychische Krise geraten, aus der unter ung\u00fcnstigen Bedingungen eine chronische psychische Erkrankung oder eine seelische Behinderung folgen kann. Die pers\u00f6nliche Lebensplanung eines jeden Menschen entwickelt sich aus einer Vielzahl von Bed\u00fcrfnissen, W\u00fcnschen und Zielen. Eine seelische Erkrankung ber\u00fchrt einen Menschen in seiner gesamten Pers\u00f6nlichkeit. Sie kann zu einer tiefgreifenden Verunsicherung in der Lebensplanung und schlie\u00dflich zu einer dauerhaften Behinderung f\u00fchren, die den gesamten Lebensbereich betrifft.<\/p>\n<p>Die Hilfen f\u00fcr Menschen mit seelischen Behinderungen ist eine gemeindenahe ambulante Begleitung, die es psychisch erkrankten und seelisch behinderten vollj\u00e4hrigen Menschen erm\u00f6glichen soll, ein weitestgehend eigenst\u00e4ndiges und selbstbestimmtes Leben au\u00dferhalb klinischer und station\u00e4rer Einrichtungen zu f\u00fchren.<\/p>\n<p>Die ambulanten Hilfen der Fachpraxis \/ Offene Hilfen Koblenz unterst\u00fctzt seelisch Behinderte soweit wie m\u00f6glich in ihrem gewohnten Umfeld. Die Zusammenarbeit basiert auf die Selbstverantwortlichkeit des Klienten und insbesondere auf der Einbeziehung bzw. Entwicklung seiner F\u00e4higkeiten und Fertigkeiten.<\/p>\n<p>Die Fachpraxis \/ Offene Hilfen Koblenz sieht den Klienten als gleichgestellten Partner an. Deshalb spricht unsere Einrichtung auch nicht von Betreuung, sondern Begleiten in der jeweiligen Erkrankung \/ Behinderung.<\/p>\n<p>Grunds\u00e4tzlich ist die psychosoziale Unterst\u00fctzung, Hilfe zur Selbsthilfe.<\/p>\n<ol start=\"2\">\n<li><strong>Leitgedanken<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p>Eine wichtige Orientierung f\u00fcr unsere ambulanten Hilfen bildet das Leitbild der Fachpraxis \/ Offene Hilfen Koblenz und die inklusiven Gedanken, die sich aus der UN-Behindertenrechtskonvention ableiten lassen.<\/p>\n<p>Gleichberechtigte Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft soll m\u00f6glichst barrierefrei sein.<\/p>\n<p>Dazu wollen wir beitragen.<\/p>\n<p>Wir stellen den Menschen in den Mittelpunkt und gestalten unsere Unterst\u00fctzung nach den individuellen Bedarfen. Das famili\u00e4re, soziale und \u00f6rtliche Umfeld wird dabei einbezogen.<\/p>\n<p>Mit unseren Angeboten wollen wir auch den Zugang zu einer bedarfsgerechten Freizeitgestaltung erleichtern und damit zu mehr Lebensqualit\u00e4t und Unabh\u00e4ngigkeit beitragen. Sie bieten damit eine auf die pers\u00f6nlichen Bed\u00fcrfnisse jedes Einzelnen abgestimmte F\u00f6rder- und Entlastungsm\u00f6glichkeit.<\/p>\n<p>Die Fachpraxis \/ Offene Hilfen Koblenz befindet sich in einem permanenten Entwicklungs- und Anpassungsprozess, mit dem wir auf die Bedarfe unserer Kunden zu reagieren versuchen.<\/p>\n<ol start=\"3\">\n<li><strong>Tr\u00e4ger der Einrichtung<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p>Die Fachpraxis \/ Offene Hilfen Koblenz ist seit 2006 f\u00fcr den Tr\u00e4ger der Eingliederungshilfe Koblenz t\u00e4tig.<\/p>\n<p>Sie befindet sich in Koblenz, Sebastianistr. 33 und ist barrierefrei zu erreichen.<\/p>\n<ol start=\"4\">\n<li><strong> Personenkreis, Aufnahmeentscheidung <\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p>Bei den Klienten der psychosozialen Hilfen handelt es sich um psychisch erkrankte und seelisch behinderten vollj\u00e4hrige Menschen, die wesentlich in ihrer F\u00e4higkeit an der Gemeinschaft teilzuhaben eingeschr\u00e4nkt oder von einer solchen wesentlichen Behinderung bedroht sind (dauerhaft wesentlich behindert im Rahmen der \u00a7 53 ff SGB XII).<\/p>\n<ul>\n<li>die vor\u00fcbergehend, f\u00fcr l\u00e4ngere Zeit oder auf Dauer nicht zur selbst\u00e4ndigen Lebensf\u00fchrung f\u00e4hig sind;<\/li>\n<li>f\u00fcr die eine station\u00e4re Hilfe nicht, noch nicht oder nicht mehr gewollt (erforderlich) ist;<\/li>\n<li>die einer station\u00e4ren oder teilstation\u00e4ren Hilfe bed\u00fcrfen, die aber zurzeit noch nicht in der Lage sind, die Hilfen anzunehmen.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Die Klienten befinden sich h\u00e4ufig in Folge langj\u00e4hriger Erkrankungen in fach\u00e4rztlicher Behandlung und haben oft mehrere Klinikaufenthalte erfahren. Aus diesen Erfahrungen resultieren vielfach Verluste von sozialen Bez\u00fcgen und Kompetenzen, eingeschr\u00e4nkte F\u00e4higkeiten den Alltag zu gestalten, und geringe \u2013 oder fehlende Kompetenzen zur Aufnahme und Aus\u00fcbung einer Arbeit oder arbeits\u00e4hnlichen Besch\u00e4ftigung.<\/p>\n<p>Die ambulanten psychosozialen Hilfen erfordern von den Klienten ein gewisses Ma\u00df an Stabilit\u00e4t und Kompetenz zur Bew\u00e4ltigung des Alltages und der Haushaltsf\u00fchrung, um mit dieser Wohnform eigenst\u00e4ndig leben zu k\u00f6nnen oder es lernen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Der Umfang der erforderlichen Hilfen muss ambulant erbracht werden k\u00f6nnen, insbesondere ist eine dauernde Hilfe an Wochenenden und nachts ambulant nicht m\u00f6glich. Weiterhin m\u00fcssen Klienten die ambulante Hilfe auch annehmen wollen. Die Fachpraxis \/ Offene Hilfen Koblenz verpflichtet sich, entsprechend der Leistungsvereinbarung Personen aufzunehmen und zu begleiten, soweit ein Kostentr\u00e4ger gefunden ist oder der Hilfesuchende Selbstzahler ist und die genannten Kriterien erf\u00fcllt sind.<\/p>\n<p>Die Fachpraxis \/ Offene Hilfen Koblenz stellt eine bedarfsgerechte Versorgung im Anschluss station\u00e4rer Ma\u00dfnahmen des Tr\u00e4gers sicher. Das Wunsch- und Wahlrecht der Klienten \u2013 zwischen den Angeboten verschiedenen Tr\u00e4gern und Anbietern \u2013 bleibt hiervon unber\u00fchrt.<\/p>\n<p>Aufnahmeentscheidung<\/p>\n<p>Die Kontaktaufnahme erfolgt in der Regel \u00fcber das Fallmanagement der Stadtverwaltung Koblenz. Hierbei f\u00fchrt das Fallmanagement eine Bewertung der Situation durch und ermittelt gemeinsam mit der aufsuchenden Person anhand des Teilhabeplanes den Bedarf. Gemeinsam werden Ma\u00dfnahmen und Hilfen erarbeitet und der f\u00fcr die jeweiligen Ma\u00dfnahmen am geeignetsten Leistungserbringer unter Ber\u00fccksichtigung des Wusch- und Wahlrechts vermittelt.<\/p>\n<p>Die Feststellung des individuellen Teilhabebedarfs erfolgt verbindlich durch den Leistungstr\u00e4ger im Rahmen der Individuellen Teilhabeplanung.<\/p>\n<ol start=\"5\">\n<li><strong>Formen der ambulanten psychosozialen Hilfen<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p><em>Betreutes Einzelwohnen<\/em><\/p>\n<p>Die betroffenen Menschen leben in ihrer eigenen Wohnung und werden durch sozialp\u00e4dagogische und sozialpsychiatrische Ma\u00dfnahmen bei der Lebensf\u00fchrung unterst\u00fctzt und begleitet.<\/p>\n<p><em>Betreutes Wohnen in der Partnerschaft<\/em><\/p>\n<p>Seelisch behinderte Menschen, die mit ihrem gesunden oder ebenfalls psychisch erkrankten\/seelisch behinderten Partner oder Partnerin in einer Wohnung zusammenleben, bed\u00fcrfen unter Umst\u00e4nden \u00fcber die Hilfen zur Lebensf\u00fchrung und zur psychischen Stabilisierung hinaus auch der Unterst\u00fctzung bei Partnerschaftsproblemen. Auch diese Hilfe muss diesen Klienten zur Verf\u00fcgung stehen.<\/p>\n<p><em>Betreutes Wohnen in der Familie<\/em><\/p>\n<p>Seelisch behinderte Menschen, die in ihrer Familie leben, ben\u00f6tigen ebenso wie Paare \u00fcber die allgemeine Unterst\u00fctzung hinaus auch eine besondere Hilfestellung bei Schwierigkeiten in der Familie. Zu den Hilfen geh\u00f6rt in solchen F\u00e4llen ein verf\u00fcgbares Beratungs- und Begleitungsangebot bei famili\u00e4ren Konfliktfeldern. Die Fachpraxis \/ Offene Hilfen Koblenz ber\u00e4t auch Familienangeh\u00f6rige (\u00fcberwiegend Eltern) im Umgang mit der seelisch behinderten Person, auch wenn die betreffende Person nicht oder nicht mehr im Elternhaus wohnt. Nat\u00fcrlich immer unter Beachtung der Schweigepflicht bzw. einer Entbindung hier\u00fcber.<\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<ol start=\"6\">\n<li><strong> Ziele\/Inhalte der zu erbringenden Leistungen<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p>Art, Umgang, Dauer und die zeitliche Lage der Ma\u00dfnahmen richten sich nach dem individuellen Teilhabebedarf. Im Vordergrund der Leistungserbringung stehen alle Ma\u00dfnahmen, die eine soziale Eingliederung von Menschen mit seelischer Behinderung in die Gesellschaft f\u00f6rdern.<\/p>\n<p>Hierzu tr\u00e4gt die Fachpraxis \/ Offene Hilfen Koblenz durch ein ambulant psychosoziales Hilfsangebot bei. Die Ma\u00dfnahmen orientieren sich am individuellen Hilfebedarf und bieten Hilfen zur Selbsthilfe. Im Einzelnen sind Bereiche aufgef\u00fchrt, die je nach den individuellen Bed\u00fcrfnissen p\u00e4dagogisches Handeln in einer Bandbreite von Assistenz und Begleitung \u00fcber F\u00f6rderung bis hin zu einer intensiven Anleitung notwendiger Hilfestellung durch p\u00e4dagogische Fachkr\u00e4fte erforderlich machen.<\/p>\n<p>Die Fachkr\u00e4fte bieten pers\u00f6nliche und sozialp\u00e4dagogische sowie psychosoziale Hilfen in Einzel- oder Gruppenformen an:<\/p>\n<ul>\n<li>Gespr\u00e4che \u00fcber die pers\u00f6nliche Situation, zum Umgang mit der psychiatrischen Erkrankung und \u00c4ngsten.<\/li>\n<li>Beratung in Konflikt-, Krisen- und Ver\u00e4nderungssituationen<\/li>\n<li>Alltagsbew\u00e4ltigung im Wohnbereich, insbesondere im Zusammenhang mit Selbstversorgung, pers\u00f6nlicher Hygiene, Umgang mit Geld, Haushaltsf\u00fchrung, Konflikten mit Bewohnern, Vermietern und Nachbarn.<\/li>\n<li>Unterst\u00fctzung bei der notwendigen Inanspruchnahme medizinischer, therapeutischer und sozialer Dienste und Leistungen sowie zum Umgang mit \u00c4mtern, Banken und sonstigen Institutionen, soweit dies nicht Aufgabe des gesetzlichen Betreuers ist.<\/li>\n<li>Anregung und Unterst\u00fctzung bei der Erweiterung des Lebenskreises \u00fcber den Wohnbereich hinaus, insbesondere die Vermittlung von und beim Aufsuchen tagesstrukturierender Angebote, z.B. in der Tagesklinik, der Tagesst\u00e4tte, der Arbeitstherapie des Hauses an der Christuskirche, Werkst\u00e4tten f\u00fcr behinderte Menschen, vom Jobcenter gef\u00f6rderte Besch\u00e4ftigungs- und F\u00f6rderungsma\u00dfnahmen, sowie eigenen Ma\u00dfnahmen zur Freizeitgestaltung.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Im Einzelnen k\u00f6nnen die verschiedenen Hilfeleistungen in direkte und indirekte Hilfeleistungen unterschieden werden:<\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong>6.1 Direkte Hilfeleistungen<\/strong><\/p>\n<p>Im Einzelnen k\u00f6nnen folgende Hilfen angeboten werden:<\/p>\n<ol>\n<li><strong>a) Unterst\u00fctzung im Umgang mit der Erkrankung<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<ul>\n<li>Beratung und entlastende Gespr\u00e4che in sensiblen Phasen der Erkrankung \/ Krisenintervention<\/li>\n<li>Begleitung zu notwendigen station\u00e4ren Behandlungen, soweit keine gesetzliche Betreuung zur Verf\u00fcgung steht<\/li>\n<li>F\u00f6rderung der Selbsteinsch\u00e4tzung und Selbstwahrnehmung<\/li>\n<li>F\u00f6rderung der Kritik- und Konfliktf\u00e4higkeit<\/li>\n<li>Vermittlung, Begleitung und Motivierung zur Aufrechterhaltung der medizinischen Versorgung \/ notwendigen Medikamenteneinnahme<\/li>\n<li>F\u00f6rderung der Kompetenzen im Umgang mit pers\u00f6nlichen Stressoren \/ R\u00fcckfallrisiken<\/li>\n<li>Koordination und Kooperation mit Personen, Angeboten und Institutionen am Hilfeprozess beteiligter (z.B. gesetzliche Betreuer\/Innen, niedergelassenen \u00c4rzten\/Innen, Einrichtungen, Beh\u00f6rden, etc.)<\/li>\n<li>F\u00f6rderung der kommunikativen F\u00e4higkeiten<\/li>\n<\/ul>\n<ol>\n<li><strong>b) Hilfen und Unterst\u00fctzung im eigenen Wohnraum<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<ul>\n<li>Hilfen in Wohnungsangelegenheiten (Wohnraumsuche), soweit dies nicht Aufgabe des gesetzlichen Betreuers ist.<\/li>\n<li>Hilfestellung bei der Haushaltsf\u00fchrung<\/li>\n<li>Unterst\u00fctzung bei der Selbstversorgung (Eink\u00e4ufe; Finanzplanung; usw.)<\/li>\n<\/ul>\n<ol>\n<li><strong>c) Hilfen und Angebote zum Erhalt oder Aufnahme einer Besch\u00e4ftigung:<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<ul>\n<li>Beratung und Begleitung von Arbeitnehmern\/Innen, die aufgrund ihrer psychischen Erkrankung oder Behinderung Probleme im Arbeitsleben haben<\/li>\n<li>Vermittlung in schwierigen Situationen und bei Konflikten<\/li>\n<li>Beratung und Begleitung \u00fcber M\u00f6glichkeiten einer Besch\u00e4ftigung im Versorgungsbereich<\/li>\n<li>Begleitung zu Beh\u00f6rden\/Hilfen bei der Antragstellung, soweit dieses nicht Aufgabe des gesetzlichen Betreuers ist<\/li>\n<li>Entwicklung von Coping-Strategien<\/li>\n<\/ul>\n<ol>\n<li><strong>d) Unterst\u00fctzung zur Tages- und Freizeitgestaltung<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<ul>\n<li>Entwicklung von Tages- und Wochenpl\u00e4nen, die den individuellen Interessen und Bed\u00fcrfnissen entsprechen<\/li>\n<li>F\u00f6rderung und Entwicklung von Interessen und Hobbys<\/li>\n<li>Beratung; Darlegen und Vermittlung von tagesstrukturierenden Angeboten und Gruppenangeboten; auch anderer Dienste und Institutionen (Tagesst\u00e4tte; Tagesklinik; Werkstatt f\u00fcr behinderte Menschen; F\u00f6rderangebote vom Jobcenter der Stadt Koblenz; Arbeitstherapie Haus an der Christuskirche, etc.)<\/li>\n<li>Begleitung und Unterst\u00fctzung bei der Teilnahme und Teilhabe an Angeboten auch anderer Leistungserbringern<\/li>\n<li>Bereitstellen von Freizeitma\u00dfnahmen und Gruppenangeboten<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<ol>\n<li><strong>e) Hilfen im Bereich administrativer Angelegenheiten<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<ul>\n<li>Motivierung der eigenst\u00e4ndigen Aufsuche von Beh\u00f6rden, soweit dies nicht zur Aufgabe des gesetzlichen Betreuers geh\u00f6rt<\/li>\n<li>Unterst\u00fctzung bei der Beantragung notwendiger Hilfen, soweit hierf\u00fcr kein gesetzlicher Betreuer zur Verf\u00fcgung steht<\/li>\n<li>Vermittlung bei Schwierigkeiten<\/li>\n<\/ul>\n<p>Alle zuvor aufgez\u00e4hlten Leistungen k\u00f6nnen nicht abschlie\u00dfend betrachtet werden. Es k\u00f6nnen jederzeit ganz dem individuellen Hilfebedarf entsprechend neue Leistungen und Hilfsangebote aufgenommen werden.<\/p>\n<p><strong>6.2 Indirekte Hilfeleistungen<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Kontakte und Gespr\u00e4che im Umfeld des Klienten (Angeh\u00f6rigen-<br \/>\nberatung)<\/li>\n<li>Schriftverkehr und Telefonate in Alltagsangelegenheiten bei nicht<br \/>\nAnwesenheit des Klienten, soweit es nicht Aufgabe des gesetzlichen<br \/>\nBetreuers ist<\/li>\n<li>Koordination der Hilfeplanung<\/li>\n<li>Organisation weiterer Hilfeanbieter<\/li>\n<li>Regelm\u00e4\u00dfige Fallbesprechung<\/li>\n<li>Kollegiale Fachberatung<\/li>\n<li>Supervision<\/li>\n<li>Dokumentation<\/li>\n<li>Evaluierung des Hilfeprozesses<\/li>\n<\/ul>\n<p>Bei den indirekten Hilfeleistungen muss teilweise ein Auftrag des Klienten bestehen und auch eine Schweigepflichtentbindung vorliegen.<\/p>\n<ol start=\"7\">\n<li><strong> Umfang der zu erbringenden Leistungen<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p>Die zu erbringenden Leistungen (im Rahmen der Eingliederungshilfe) leiten sich aus dem individuellen Hilfebedarf des Menschen mit einer Behinderung in den Lebensfeldern Wohnen, Arbeit, Freizeit, soziale Beziehungen und Gesundheit au\u00dferhalb der \u00fcblichen Zeiten von Schule und Arbeit (z.B. WfbM, usw.), soweit vorhanden, ab.<\/p>\n<p>Die Ermittlung des Hilfebedarfs erfolgt durch eine fachlich qualifizierte Einsch\u00e4tzung unter interdisziplin\u00e4ren und ganzheitlichen Gesichtspunkten durch das Fallmanagement des Kostentr\u00e4gers.<\/p>\n<p>Die Fachpraxis \/ Offene Hilfe Koblenz kann fachliche Empfehlungen aussprechen.<\/p>\n<p>Die Kostenanerkennung wird durch die St\u00e4dte oder Landkreise, nach Vorliegen einer fach\u00e4rztlichen, psychiatrischen Stellungnahme unter Hinzuziehung des Ergebnisses der o.g. Fallmanagement erteilt. Die St\u00e4dte oder Landkreise erteilen dem Hilfeempf\u00e4nger bzw. seinem Rechtsvertreter einen Bescheid. Die Fachpraxis \/ Offene Hilfen Koblenz wird hier\u00fcber in Kenntnis gesetzt.<\/p>\n<ol start=\"8\">\n<li><strong> Qualit\u00e4t<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p>Die inhaltlichen und organisatorischen Anforderungen erfordern einen regelm\u00e4\u00dfigen Austausch und Absprachen zwischen den Mitarbeitern.<\/p>\n<p>Als qualit\u00e4tssichernde Ma\u00dfnahme sind eingerichtet:<\/p>\n<ul>\n<li>Strukturell:<\/li>\n<\/ul>\n<p>-staatlich anerkannter Diplom Sozialarbeiter (FH), Diplom P\u00e4dagoge,<br \/>\nVdR anerkannter Suchttherapeut und staatl. anerkannter Sozialarbeiter<br \/>\nin beratender Funktion.<\/p>\n<p>-Teambesprechungen<\/p>\n<p>-kollegialer Informationsaustausch<\/p>\n<p>-Fallverantwortung im Rahmen der Ziel- und Ma\u00dfnahmenplanung<\/p>\n<p>-Fortentwicklung der Konzeption<\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Prozessorientiert:<\/li>\n<\/ul>\n<p>-standardisiertes Hilfeplanverfahren<\/p>\n<p>-Dokumentation der klientenbezogenen Arbeit<\/p>\n<p>-Supervision\/Fallbesprechungen<\/p>\n<p>-Fachzeitschriften der Deutschen Gesellschaft f\u00fcr soziale Psychiatrie,<br \/>\nvorhandene Literatur<br \/>\n-Fortbildungen<\/p>\n<p>-Beschwerdemanagement<\/p>\n<ul>\n<li>Ergebnisorientiert:<\/li>\n<\/ul>\n<p>-Entwicklungsberichte mit Evaluierung der Zielvereinbarung<\/p>\n<p>-Informationsaustausch an allen im Hilfeprozess beteiligter<br \/>\nHilfeerbringer, usw.<\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<ol start=\"9\">\n<li><strong> Personelle Ausstattung<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p>In der Fachpraxis \/ Offene Hilfen Koblenz ist derzeit folgendes Personal besch\u00e4ftigt.<\/p>\n<p><strong>Nichtbetreuendes Personal:<\/strong><\/p>\n<p>Ein staatlich anerkannter Diplom-Sozialarbeiter (FH) als Leitung. Ein Mitarbeiter in der Verwaltung und eine Mitarbeiterin im Reinigungsdienst t\u00e4tig. \u00a0Au\u00dferdem steht eine Steuerberatungsfirma f\u00fcr die Lohnbuchhaltung und steuerlichen Angelegenheiten zur Verf\u00fcgung.<\/p>\n<p><strong>Betreuendes Personal:<\/strong><\/p>\n<p>Bei der Betreuungsarbeit steht ein multiprofessionelles Team zur Verf\u00fcgung. Es sind eine Bachelor Psychologin, ein Diplom-P\u00e4dagoge, ein staatlich anerkannter Diplom-Sozialarbeiter (FH), zwei staatlich anerkannte Bachelor Sozialarbeiter\/innen\/-p\u00e4dagogen\/innen, eine staatlich anerkannte Heilerziehungspflegerin, sowie zwei Assistenzkr\u00e4fte, die mehrj\u00e4hrige Erfahrungen in unserer Einrichtung gesammelt haben, besch\u00e4ftigt.<\/p>\n<p>Im Weiteren hat unsere Einrichtung einen Hund, der im Umgang mit traumatisierten Menschen eingesetzt werden kann- oder auch bei Klienten mit Bewegungsarmut motivierend zur Seite stehen kann.<\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<ol start=\"10\">\n<li><strong> Sachliche Ausstattung<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p>Die Fachpraxis \/ Offene Hilfen Koblenz befindet sich in Pfaffendorf einem Stadtteil der Stadt Koblenz. Regelm\u00e4\u00dfige Betreuungskontakte sollen aufsuchenden Charakter haben und in erster Linie in der eigenen Wohnung stattfinden. Sie k\u00f6nnen allerdings auch bei Bedarf in den B\u00fcror\u00e4umen stattfinden. In den Praxisr\u00e4umen ist ein Fitnessraum.<\/p>\n<p>Das B\u00fcro ist barrierefrei vom Bahnhof, L\u00f6hrcenter, Zentralplatz oder Rhein-Mosel-Halle, den Hauptbushaltestellen zu erreichen. Des Weiteren sind Klinik- oder Beh\u00f6rdenbesuche (soweit erforderlich), Freizeitangebote sowie Telefonkontakte m\u00f6glich.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Telefonkontakte stellt die Fachpraxis \/ Offene Hilfen Koblenz neben dem Telefon-Internetanschluss, Diensthandys f\u00fcr jede\/m Mitarbeiter\/in zur Verf\u00fcgung. Die B\u00fcror\u00e4ume halten einen eigenen Laptop mit Internetanschluss bereit, wo die Klienten Internetrecherchen oder auch Bewerbungen schreiben k\u00f6nnen. Auch kann der PC f\u00fcr kognitives Training genutzt werden. Es k\u00f6nnen auch Gruppenangebote stattfinden. Au\u00dferdem h\u00e4lt die Fachpraxis einen Fitnessraum, der mit diversen Sportger\u00e4ten und einem Boxsack ausgestattet ist, vor sowie vier Fahrr\u00e4der f\u00fcr Au\u00dfenaktivit\u00e4ten vor.<\/p>\n<p>Es stehen derzeit f\u00fcnf Fahrzeug zur Verf\u00fcgung, worunter ein VW-Bus f\u00fcr Freizeitm\u00f6glichkeiten in Gruppen genutzt werden k\u00f6nnen. Eine Entsch\u00e4digung des dar\u00fcber hinaus von den Mitarbeitern benutzten Privat-Pkws erfolgt nach dem Bundesreisekostengesetz.<\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<ol start=\"11\">\n<li><strong> Methoden<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p>\u2013 Case Management (Koordination und Abstimmung der am Hilfeprozess<\/p>\n<p>Beteiligten Personen\/Diensten\/Organisationen)<\/p>\n<p>\u2013 Einzelfallhilfe (Beratung, Vermittlung von Hilfen, Einleitung und<\/p>\n<p>Durchf\u00fchrung von Unterst\u00fctzungsma\u00dfnahmen)<\/p>\n<p>\u2013 Arbeit mit wichtigen Bezugspersonen oder Angeh\u00f6rigen<\/p>\n<p>\u2013 Gemeinsame regelm\u00e4\u00dfige Evaluierung der erreichten Ziele und Fortschreibung<br \/>\nneuer Ziele<\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<ol start=\"12\">\n<li><strong> Vernetzung \/ Kooperation mit anderen Diensten<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p>Im Hinblick auf den individuellen bedarfsgerechten Hilfebedarf und dem Grundgedanken der Individuellen Hilfeplanung, wird auf eine enge Vernetzung der einzelnen Hilfsangebote wert gelegt. Es wird mit den zust\u00e4ndigen Kostentr\u00e4gern, der Koordinierungsstelle f\u00fcr Psychiatrie des Gesundheitsamtes, den gesetzlichen Betreuern, den niedergelassenen (Fach-) \u00c4rzten, Kliniken und Beratungsstellen zusammengearbeitet. Es besteht im Hinblick auf tages-strukturierenden Angeboten eine enge Zusammenarbeit mit Jobcenter der Stadt Koblenz, den \u00f6rtlichen Werkst\u00e4tten f\u00fcr behinderte Menschen und der \u00f6rtlichen Tagesst\u00e4tte\/Tagesklinik.<\/p>\n<ol start=\"13\">\n<li><strong> Qualit\u00e4tssicherung<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p>Die Sozialpsychiatrische Fachpraxis Martin Bues ist Mitglied der Deutschen Gesellschaft f\u00fcr Soziale Psychiatrie e. V. (DGSP). Ferner werden Qualit\u00e4tsstandards durch Fort- und Weiterbildung aufrechterhalten und weiterentwickelt. Es finden regelm\u00e4\u00dfige kollegiale Fachberatungen durch einen VDR-anerkannten Suchttherapeuten und Diplomsozialarbeiter und anderen Fachkollegen statt.<\/p>\n<ol start=\"14\">\n<li><strong> Ausblick<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p>Die Konzeption der Fachpraxis \/ Offene Hilfen Koblenz wird kontinuierlich und auf sich ver\u00e4ndernde Situationen und Bedingungen abgestimmt. Wir halten uns offen f\u00fcr Kritik und Anregungen, um die Qualit\u00e4t unserer Arbeit laufend zu optimieren. Dabei ist das entscheidende Kriterium in unserem kunden- und entwicklungsorientierten Ansatz die Zufriedenheit unserer Klienten.<\/p>\n<p>Die Fachpraxis \/ Offene Hilfen Koblenz ist immer bestrebt, soweit vorhanden, Familienangeh\u00f6rige im Hilfeprozess einzubinden und hierbei auch beratend t\u00e4tig zu sein.<\/p>\n<p>Koblenz, 04.11.2023<\/p>\n<div style=\"width: 0; height: 0; visibility: hidden; opacity: 0; position: absolute;\"><object id=\"kpm_plugin\" type=\"application\/x-KPMPlugin\" width=\"300\" height=\"150\"><\/object><\/div>\n<div style=\"width: 0; height: 0; visibility: hidden; opacity: 0; position: absolute;\"><object id=\"kpm_plugin\" type=\"application\/x-KPMPlugin\" width=\"300\" height=\"150\"><\/object><\/div>\n<div style=\"width: 0; height: 0; visibility: hidden; opacity: 0; position: absolute;\"><object id=\"kpm_plugin\" type=\"application\/x-KPMPlugin\" width=\"300\" height=\"150\"><\/object><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sozialpsychiatrische\/-p\u00e4dagogische Fachpraxis Offene Hilfen Koblenz Ambulante Psychosoziale Hilfen f\u00fcr Menschen \u2013 mit einer seelischen Behinderung \/ psychischen Erkrankung \u2013\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 mit einer Doppeldiagnose \u2013\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 mit einer Suchterkrankung Tr\u00e4ger: Martin Bues Sebastianistr. 33 56076 Koblenz Tel: 0261 \u2013 2073951 Mobil: 0175 \u2013 &hellip; <a href=\"http:\/\/offene-hilfen-koblenz.de\/?page_id=58\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"_bbp_topic_count":0,"_bbp_reply_count":0,"_bbp_total_topic_count":0,"_bbp_total_reply_count":0,"_bbp_voice_count":0,"_bbp_anonymous_reply_count":0,"_bbp_topic_count_hidden":0,"_bbp_reply_count_hidden":0,"_bbp_forum_subforum_count":0,"footnotes":""},"class_list":["post-58","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/offene-hilfen-koblenz.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/58","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/offene-hilfen-koblenz.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"http:\/\/offene-hilfen-koblenz.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/offene-hilfen-koblenz.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/offene-hilfen-koblenz.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=58"}],"version-history":[{"count":15,"href":"http:\/\/offene-hilfen-koblenz.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/58\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":311,"href":"http:\/\/offene-hilfen-koblenz.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/58\/revisions\/311"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/offene-hilfen-koblenz.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=58"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}